Sollte man die Heizung nachts ausschalten oder besser eine konstante Temperatur beibehalten? Was ist besser?

Im Kontext der Hausisolierung spielt das Baujahr eine wichtige Rolle. Wenn Ihr Haus vor 1994 gebaut wurde, dann ist es wahrscheinlich, dass die Isolation nicht den heutigen Standards entspricht. In solchen Fällen ist es ratsam, die Heizung in der Nacht um etwa 5 bis 7 Grad zu reduzieren. Dies wird dem konstanten Halten der Temperatur vorgezogen, weil die energetischen Kosten für das Aufwärmen am Morgen relativ niedriger liegen. Häuser, die nach 1994 gebaut wurden, verfügen oft über eine bessere Isolation, was es erlaubt, die Heizung etwas konstanter zu halten und nachts nur um 2 bis 4 Grad – oder um 1 bis 2 Grad, wenn es friert – zu reduzieren.

Vollständige Deaktivierung der Heizung oder eine unveränderte Temperatur beizubehalten sind nicht die einzigen Alternativen. Es gibt Szenarien, bei denen der genaue Bauperiode eines Hauses unbekannt ist, oder wo über die Zeit die Isolation signifikant verbessert wurde. In diesen Situationen wird häufig empfohlen, die Heizung auf etwa 15 Grad einzustellen, oder auf 17 Grad im Falle einer Fußbodenheizung. Organisationen wie Milieu Centraal zufolge kann dies zu einer jährlichen Ersparnis von durchschnittlich 180 Euro führen. Ein zusätzlicher Tipp ist, das Thermostat bereits etwa eine Stunde bevor Sie zu Bett gehen niedriger zu stellen; dies führt zu noch mehr Energieeinsparung und kann sogar eine zusätzliche Ersparnis von durchschnittlich 20 Euro pro Jahr erzielen.

Es zeigt sich, dass die beste Art, Energie und Geld zu sparen, nicht so geradlinig ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Der optimale Ansatz hängt von verschiedenen Faktoren ab, bei denen die Isolierqualität und die Bauzeit des Hauses prominente Variablen sind. Hinzu kommt, dass eine angepasste Temperatureinstellung vor dem Schlafengehen noch zusätzliche Vorteile bieten kann.